Der Ursprung der Chihuahua Hunde

Die Chihuahua sind eine Hunderasse, die vermutlich aus Mexiko stammt.

Genau geklärt werden konnte die Herkunft der Tiere nicht.

In dem nordamerikanischen Land gibt es eine Provinz gleichen Namens, die noch heute von kleinen, wild lebenden Hunden bevölkert ist.

Diese sehen den Chihuahua-Hunden täuschend ähnlich. Eine bekannte These ist, dass die Chihuahuas die Nachfahren der heiligen Aztekenhunde sind.

Diese hießen Techichis und dienten den Azteken als Opferhunde für rituelle Handlungen. Daneben gibt es auch Überlieferungen, die den Chihuahua als Begleithund der Tolteken bezeichnen.

Techichi
Techichi – der Vorfahre des Chihuahua?

Dieses Volk besiedelte Mexiko noch vor den Azteken. Ihr Hauptgott war die gefiederte Schlange, die die Tolteken Quetzalcoatl nannten. Auf Wandmalereien, Steinen und Tonscherben wurden von Archäologen in Toltekensiedlungen Abbildungen von Hunden mit überdimensional großen Ohren gefunden.

Es wird daher angenommen, dass die Rasse der Chihuahua beziehungsweise der Techichis bereits über 2000 Jahre alt ist.

Interessantes über die weitere Geschichte der Chihuahua

Montezuma - Chihuahua Geschichte
Montezuma – ist er für die Entstehung des Chihuahuas verantwortlich?

Einer anderen Theorie nach brachte Montezuma, letzter Herrscher der Azteken, den Techichi nach Chihuahua.

Das soll im Jahre 1520 gewesen sein. Auch die Überlieferung, dass eigentlich die Spanier bei ihrer Eroberung Mexikos im 15. Jahrhundert die Tiere mitbrachten, hält sich hartnäckig.

Egal, welche Legenden sich um den Chihuahua auch ranken mögen, belegt ist, dass Ende des 19. Jahrhunderts Reisende aus den USA die in Mexiko herum streunenden Hunde entdeckten.

Die Urlauber waren vom Aussehen der Hunde, deren im Vergleich zum übrigen Körper relativ großen Ohren sowie ihrem interessanten Kopf sofort begeistert.

Schon bald nahmen die Touristen die als „kleinste Hunde der Welt“ bezeichneten Tiere mit nach Hause. So verbreiteten sie die Hunde bald in ganz Amerika und etwas später auch in Europa.

Warum wurden die Chihuahua gezüchtet?

Nachdem die Mexikaner das Interesse der amerikanischen und europäischen Touristen an den kleinen Hunden bemerkten, begannen sie, diese zu züchten.

Mit den kleinen Chihuahua ließ sich schnelles Geld verdienen. Die Amerikaner und Engländer waren geradezu vernarrt in die kleinen Hunde.

Chihuahua in Mexiko
Chihuahua – der Name einer Stadt in Mexiko.

Vermutet wird, dass zur Zucht bewusst von der Körperhöhe her kleinere Tiere ausgesucht wurden, um auch die Abkömmlinge klein zu halten.

Verkauft wurden die Chihuahuas als Souvenire auf den Märkten des Landes. Meist lebten diese Chihuahua-Hunde nicht lange oder wurden frühzeitig krank. In Wirklichkeit waren die Hunde sehr widerstandsfähig und zäh, da das Leben auf den Straßen von Chihuahua nicht leicht war.

Später bemühte man sich in den USA und in England sehr um eine Zucht der Chihuahua-Hunde.

Dabei ermöglichte die Vielfalt der Rasse immer wieder neue Kreuzungen. Neben verschiedenen Ohrformen besitzen die Hunde eine unterschiedliche Statur, Größe sowie mehrere Fellfarben.

Für was ist der Chihuahua gezüchtet worden?

Berühmte Persönlichkeiten, die einen Chihuahua besaßen beziehungsweise besitzen

Madonna mit Chihuahua
Madonna mit Chihuahua

Der Chihuahua wurde bald darauf ein richtiger Modehund. Vor allem wohlhabende Leute hielten sich mitunter ein ganzes Rudel an Chihuahua-Hunden.

Berühmte Persönlichkeiten und bekannte Gesichter aus der aktuellen Welt der Stars und Sternchen wurden mit einem Chihuahua gesehen.

Neben Madonna und Britney Spears besitzt auch Paris Hilton einen Chihuahua. Sie nutzt ihn als Begleit- und Schoßtier und trägt ihn immer auf dem Arm.

Für viele junge Mädchen ist sie ein Vorbild, ihr Chihuahua-Hund ebenfalls. Dass die Rasse nicht gerade billig ist, ist den Fans kaum bekannt.

Auch das der Chihuahua ein Haustier ist, welches regelmäßige Ernährung und Pflege braucht, wird bei der Begeisterung für Paris Hilton gern vergessen.

Gibt es interessante Geschichten und Anekdoten um den Chihuahua?

Xavier Cugat mit Chihuahua
Xavier Cugat mit Chihuahua

Eine amüsante Geschichte um den Chihuahua rankt sich um den amerikanischen Geiger Xavier Cugat. Dieser spielte zwischen den 1930er und den 1950er Jahren oft in den Veranstaltungsräumen des legendären Hotels „Waldorf-Astoria“ in New York.

Dabei trug er stets einen Chihuahua in seiner Jackentasche.

In der einen Hand hielt er einen Taktstock, mit dem er das Waldorf-Orchester leitete. Die andere Hand umfasste ein junges Mädchen.

Seine nächtlichen Eskapaden im Hotel sind einmalig. So ließ er nach einem Konzert zur mitternächtlichen Stunde einmal den Hotelflur in eine Bowlingbahn umfunktionieren, um dort im Adams-Kostüm zu kegeln, sehr zur „Freude“ des Hoteldirektors und der übrigen Gäste.

Der Chihuahua in Kinofilmen, im Fernsehen und in Büchern

Beverly Hills Chihuahua
Beverly Hills Chihuahua


Natürlich spielte der Chihuahua immer wieder in verschiedenen Filmproduktionen eine Rolle. In dem bekannten US-amerikanischen Zeichentrickfilm „Beverly Hills Chihuahua“ verläuft sich zum Beispiel die Chihuahua-Hündin Chloe im Urlaub in Mexiko.

Sie versucht alles, um wieder nach Hause in ihr Luxusleben, dass sie in Bevery Hills führt, zu finden. Auf ihrem Weg lernt sie zahlreiche Straßenhunde in Mexiko sowie deren hartes Leben kennen.

Mit ihren neuen Freunden besteht sie viele Abenteuer und gelangt am Ende glücklich zu Hause an.

Daneben ist beispielsweise Paris Hilton, aber auch andere Charity-Damen in verschiedenen Boulevardsendungen regelmäßig mit Chihuahua-Hunden zu sehen. Diese ständige Medienpräsenz von Paris Hilton gemeinsam mit ihrem Hund hat wesentlich zu dem Hype um den Chihuahua beigetragen.

Der Chihuahua im Buch Schattenseelen
Der Chihuahua im Buch Schattenseelen


Der Chihuahua findet sich auch in der Literatur wieder. Ein Beispiel ist der viel beachtete aktuelle Roman „Schattenseelen“ von Olga A. Krouk.

Dieses Buch handelt von einer Krankenschwester, die in eine Welt voller Gefahren und dunkler Abenteuer entführt wird. In einem Kapitel des Buches geht es um einen Jungen, der von einem Chihuahua in die Wade gebissen wurde. Der Junge lässt sich in der Klinik von der Krankenschwester einen neuen Verband anlegen.

Karl May hat in seinen Reisebeschreibungen immer wieder die mexikanische Provinz Chihuahua beschrieben.

Karl May gilt als der Autor berühmter Abenteuerromane, die im „Wilden Westen“ spielten.

Er erwähnte die Provinz Chihuahua beispielsweise im Roman „Der Scout“. Die Wildwest-Erzählung ist eine seiner bedeutensten Romane. Darin beschreibt der Autor sehr düster die mexikanische Geschichte in den Jahren 1888 und 1889.

 

Weitere häufig gestellte Fragen Thema Geschichte (FAQ)

Chihuahua Ursprung und Geschichte
Für was ist der Chihuahua gezüchtet worden?
Stammt der Chihuahua vom Wolf ab?
Woher stammt der Chihuahua ab?
FAQ Chihuahua
 

Kennst Du Details zur Chihuahua Geschichte? Welche berühmte Person hat oder hatte einen Chihuahua? Bitte hinterlasse einen Kommentar!

Dieser Beitrag hat 8 Kommentare

  1. Thomas

    Hatten die Damen des Kaisers von China nicht Chihuahuas? Und wie kamen die an die Hunde? Wer hat sie mitgebracht?

    1. Chihuahuaseite.de

      Hallo Thomas!

      Das die Damen des Kaiserreichs Chihuahuas hatten, ist mir neu. Aber kann mich auch irren. 🙂
      Soweit ich weiß, waren in China aber andere kleine Rassen sehr vertreten und beim Adel beliebt. Darunter der Mops, der Pekinese, Shih Tzu und der Chow Chow (der aber keine kleine Rasse ist 😉 )
      Bei der Chihuahua-Zucht haben jedoch solche Kleinrassen aus China mit Einfluss auf die Entwicklung der Rasse genommen.

      Liebe Grüße,
      Vanessa

  2. Marron

    Ich hab mal gehört das der chihuahua für hundekämpfe in Mexiko gezüchtet wurde

    1. Chihuahuaseite.de

      Hallo Marron!

      Ich weiß nicht, wo Du das gehört hast, ich halte diese These aber für weit hergeholt. 🙂 Da gab es in Mexiko sicherlich größere Hunde, die besser für Kämpfe geeignet waren. Auszuschließen ist es vielleicht nicht, aber weder in der Literatur oder Online ist es mir je untergekommen, dass Chihuahuas speziell dafür gezüchtet worden sein sollten. Hat Du einen Link oder Literaturhinweis? Das wäre auf jeden Fall interessant.
      Es ist nicht eindeutig belegt, woher genau die Hunde stammen, aber es wurden Hinweise darauf gefunden, dass sie als Opfergabe bei den Azteken fungiert haben sollen. Später wurden sie von Einheimischen gezielt gezüchtet, weil ausländische Besucher einen Narren an diesen kleinen Hunden gefressen hatten und die Chihuahuas für viel Geld verkauft werden konnten.

      Natürlich ist auch bei einem Chihuahua Vorsicht geboten. Sie sind zwar keine Kampfhunde, aber auch ein Chi kann beißen. Was für einen Erwachsenen vermutlich glimpflich ausgehen würde. Aber ein Kleinkind oder Baby würde ich selbst mit einem Chihuahua nicht alleine lassen.

      Liebe Grüße und frohe Ostern,
      Vanessa

  3. Dinah Hauser

    Es ist eine aussergewöhnlich spannende Rasse: Meine Chihuahuas fordern mehr Auslauf, Rudelführungsqualität und -können, als vorhergehend mein Belgischer Schäferhund. Sie gehorchen perfekt, doch gibt es immer das Quäntchen Risiko ihrer Eigenwilligkeit, schmunzel. Die Chihuahuas kompensieren ihren „Grössenwahn“ mit Mut, Geschicklichkeit und Cleverness. Leider ist ihr Gebiss eine „Montagmorgen-fehlproduktion“: Viel zu schnell und früh verlieren sie die Zähne, trotz Knochen nagen und bester Pflege bekommen sie Zahnstein wie als Abo gelöst. Die Chis sind extrem auf ihren Menschen fokussiert, können aber auch gut alleine bleiben. Es zeigt sich an, 2 Chiuhuahuas gemeinsam zu halten, auch weil damit stets ein grössenentsprechender Spielpartner da ist (und kleine Kunststücke sehen synchron echt toll aus). Bei hundefreundlicher Haltung werden sie sehr alt: Meine 17-jährige ist nach wie vor unaufhaltsam überall vorne mit dabei; Alterserscheinungen sind: Kaum Zähne mehr, friert nun teilw. bei tiefen Temp., sieht im Dunkeln schlechter, Fell ergraut bspw. die Schnauze, springt ohne meine Hilfe nur noch ca 30cm hoch (Gelenke schonen). 1 Sorge: Am Gesäuge bildete sich ein dunkler haselnussgrosser Tumor, der sich nun jedoch massiv (jetzt auch ohne Hautverfärbung) zurückgebildet hat. Bevor ich die alte Dame einer OP aussetzen wollte, probierte ich es mit Top-Fleischli inkl Leinöl und einer „Überdosis“ von 3 zerstampften Spirulinatabletten im tägl.Futter. Nach nun fast 1 Jahr bin ich super happy mit akt. Status quo des Tumors – ob die Spirulina geholfen hat? Es scheint so, ist aber unbelegt. …Ansonsten funktioniert sie nach wie vor wie neu, ist (m)eine weise und furchtlose Patriarchin!
    FASZINIEREND: Ich habe mich über die Azteken bzw. Tateken und die Chihuahuas belesen, Entstehung und Geschichte, alles im Kontext mit diesen Hunden. Es ist unfassbar spannend, denn mehrere (Un)gewohnheiten und Attitüden der Chihuahuas von damals entsprechen wie die Faust auf’s Auge meinen Chis! Um nur 1 Bsp zu nennen: Die Ur-Chihuahuas wurden u.a. als Bettheizung von den anspruchsvolleren Damen genutzt, damit Frau warme Füsse hatte unter der Decke. Mein Chihuahua „Söckli“ verkriecht sich Nachts unter meine Decke, legt sich paralell an meine Unterschenkel, sein Kopf an meinen Füssen. Er heizt wie ein Heizkissen, bekommt trotz Decke irgendwie ausreichend Atemluft, bleibt bis frühmorgens stoisch liegen, er macht das automatisch und sehr gerne. Er will meine Fussheizung sein und ist dabei sehr effizient – ist das ein Ur-gen? Es gibt noch weit mehr spannende Übereinstimmungen, ich bin fasziniert. Nie interessierte mich zuvor ein „Chihuahua-Schosshündchen“, bis ich schicksalshaft zur Halterin wurde und erkannte, was für ein riesen Potenzial in diesen kleinen Hunden steckt!
    Ich liebe unsere Racker, lege aber jedem an’s Herz, dass es keine „Jööööö, so Cute-Assesoires“ sind, auch keine „anspruchslosen Indoor-Spielzeuge“, kostenintensiv, bis zu 20 Jahren Verantwortung übernehmen gilt, bedingt zu Kleinkindern passend (Hund ist zu fragil), weniger für Anfänger geeignet (ein Chihuahua wickelt seinen Menschen geschickt um die Pfote, und man vergisst Struktur und Strenge viiel eher als beim Schäferhund – und das weiss der Chi clever aus-zunutzen, smile).
    Ich liebe die Rasse, sie hat Charakter – und der kleine Wächter ist handlich/platzsparend*!
    *BITTE keine Mini-Chihuahuas kaufen, es ist herzzerreissend bitter: Nebst Patellaluxation und weiteren physischen Defiziten wie das zu kleine Gebiss, wird das Hündchen nie springen, spielen, raufen, jagen und alles andere, was in der Natur des Hundes liegt, ausleben dürfen, denn dafür ist er viel zu klein und zerbrechlich; Und so „spielzeugmässig winzig“ wird er auch nie wie ein „richtiger“ Hund „behandelt“ oder „ernstgenommen“ werden; Ein möglichst winziger Chihuahua zu wollen ist dumm, unüberlegt und entgegen allem Tierwohl und jeglicher Vernunft!! 2.5 – 3.0kg, ca. 25cm, das ist bereits schon ein kleiner stabiler und trotzdem knuffig süsser Wolf, ein fast Rundum-Sorglos-Paket, wartungsarm, langlebig, zuverlässig, perfekt abgestimmt und synchronisiert vom Antrieb bis zur Leistung.

    1. Chihuahuaseite.de

      Hallo Dinah!

      Vielen Dank für die tolle Zusammenfassung.
      Man merkt richtig, wie sehr die Kleinen am Herzen liegen. Und ja, leider werden Chihuahuas von vielen haltlos unterschätzt. Was wirklich sehr schade ist, denn sie sind richtige Hunde mit allen Bedürfnissen. Genau wie ein Schäferhund eben auch. Taschen- oder Wohnungshund will sicherlich kein Chi sein.
      Die Zähne sind tatsächlich ein genetisch eingebauter Makel. 🙁 Trotzdem werden die Zwerge sehr alt und erfreuen uns oft mehr als 15 Jahre. So klein wie sie sind, so robust sind sie allerdings auch. 😉
      Von Mini- und Teacup-Chihuahuas distanzieren wir uns auch ganz klar. Solche Trends zu Lasten der Gesundheit und Lebenserwartung von Tieren kann ich nicht nachvollziehen. Wer will schon einen winzigen Hund, der viel zu früh verstirbt und zeitlebens Probleme, Einschränkungen und Schmerzen haben wird? Nur um zu sagen „Seht her, meiner ist sooo mini“. Fürchterlich.
      Ich wünsche Dir mit Deinen Aztekenhunden weiterhin viel Spaß 🙂
      Viele liebe Grüße,
      Vanessa

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